Der tägliche Weg ins Büro kostet nicht nur wertvolle Zeit, sondern schlägt auch massiv in der persönlichen CO₂-Bilanz zu Buche. Dank moderner Technologien und digitaler Infrastrukturen hat sich die Arbeitswelt grundlegend gewandelt.
Ob das tägliche Home-Office, das effiziente Online-Meeting von zu Hause aus oder komplett ortsunabhängige Arbeitsmodelle – die digitale Revolution bietet uns die Chance, Mobilität völlig neu zu denken und den Berufsalltag ressourcenschonender zu gestalten.
Als digitaler Nomade die Welt entdecken
Für viele ist es ein Traum, ortsunabhängig zu arbeiten und als Teil der digitalen Nomaden die Welt bereisen. Wer diesen Lebensstil mit Verantwortung verbindet, kann Großes bewirken:
Regionale Stärkung: Wer in kleineren Orten oder im ländlichen Raum lebt und dort lokal konsumiert, unterstützt direkt die lokale Wirtschaft und lebt oft kostengünstiger.
Kulturelles Bewusstsein: Das Reisen mit Weitblick schärft das Verständnis für lokale Kulturen und ökologische Herausforderungen vor Ort.
Nachhaltige Mobilität: Auch unterwegs gilt es, bewusste Entscheidungen zu treffen – sei es durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel vor Ort oder den Verzicht auf unnötige Kurzstreckenflüge.
Bewusste Mobilität in jeder Lebenslage
Ob du dauerhaft im Home-Office arbeitest, regelmäßig pendelst oder als digitaler Nomade unterwegs bist: Nachhaltige Mobilität beginnt bei den kleinen Alltagsentscheidungen. Wer Wege digital ersetzt, wo es sinnvoll ist, schont die Umwelt und gewinnt ein Vielfaches an Lebensqualität zurück.
Mein Tipp für den nächsten Schritt
Möchtest du erfahren, wie du deine Arbeits- und Reisezeiten noch umweltfreundlicher gestalten und deinen ökologischen Fußabdruck im Alltag minimieren kannst?
In meinem Buch „Nachhaltig leben – 77 praktische Tipps für deinen Alltag“ (ISBN 978-3-662-70530-8) findest du im Themenbereich „Mobilität neu gedacht“ viele weitere wertvolle Impulse und clevere Lösungsansätze für ein zukunftsfähiges Leben.
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Mit meinem Newsletter informiere ich wöchentlich mein Netzwerk über interessante Entwicklungen und Neuigkeiten im Bereich Nachhaltigkeit und gebe Tipps zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag.
Nachhaltigkeit wird oft über Zahlen, CO₂-Bilanzen und wissenschaftliche Fakten diskutiert. Doch Fakten allein verändern unser Verhalten selten tiefgreifend. Hier kommt die Kunst ins Spiel: Sie berührt und inspiriert uns, indem sie die Bedeutung einer lebenswerten Zukunft durch Geschichten, Bilder und Symbole transportiert.
Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten
Wenn Kunst Nachhaltigkeit trifft, werden keine reinen Daten vermittelt, sondern unser innerster Kern angesprochen.Kunst besitzt die einzigartige Macht, unsere Gefühle tief zu berühren und uns nachhaltig zum Nachdenken anzuregen.
Selbst kreativ werden oder Kultur erleben
Du musst kein gefeierter Künstler sein, um die Kraft der Kunst für die Nachhaltigkeit zu nutzen. Es gibt vielfältige Wege,selbst aktiv zu werden oder inspirierende Orte zu besuchen:
Upcycling-Art: Erschaffe aus scheinbar nutzlosen Alltagsgegenständen ein neues Kunstobjekt („Aus Alt mach Neu“) und teile deine Idee über Social Media, um andere zu inspirieren.
Kreativer Ausdruck: Mal ein Bild, schreibe ein Gedicht oder gestalte eine Illustration zu einem Aspekt der Nachhaltigkeit, der dir besonders am Herzen liegt.
Ausstellungen & Museen besuchen: Wenn du – genau wie ich – eher handwerklich als künstlerisch veranlagt bist, besuche Galerien, die sich mit ökologischen und gesellschaftlichen Themen befassen. Solche Orte sind wunderbar,um Gleichgesinnte zu treffen und neue Impulse mitzunehmen.
Lokale Kreative unterstützen: Kaufe Werke von regionalen Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit Umweltthemen auseinandersetzen, und besuche lokale Veranstaltungen.
Den Blickwinkel erweitern
Indem wir uns bewusst mit nachhaltiger Kunst beschäftigen, lernen wir unsere Umwelt mit anderen Augen zu sehen. Sie zeigt uns die Schönheit und Verletzlichkeit unserer Welt und motiviert uns dazu, sie aktiv zu schützen. Kunst trifft Nachhaligkeit. Kunst wird so zu einem kraftvollen Kommunikationsmittel, das Menschen verbindet und den Wandel mit Freude und Inspiration vorantreibt.
Mein Tipp für den nächsten Schritt
Möchtest du erfahren, wie du gesellschaftliche Verantwortung und kreative Ansätze in deinem Alltag noch stärker verankern kannst?
In meinem Buch „Nachhaltig leben – 77 praktische Tipps für deinen Alltag“ (ISBN 978-3-662-70530-8) findest du im Themenbereich „Politik, Gesellschaft und du“ viele weitere inspirierende Anregungen, um deinen eigenen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft zu leisten.
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Die Idee, ein eigenes Unternehmen zu gründen, schlummert oft jahrelang im Hinterkopf. Manchmal lockt zunächst das schnelle Geld oder der sichere Angestelltenjob, bis eine berufliche Wegkreuzung den Weg für eine Neuausrichtung ebnet.
Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten
Wer den Schritt wagt und den Weg in die Selbstständigkeit einschlägt, gewinnt vor allem eines: die Freiheit, selbstbestimmt zu arbeiten und die eigene Zeit ausschließlich Projekten zu widmen, die echten Sinn stiften. Genau das macht Social Entrepreneurship und den Aufbau ökologisch und sozial ausgerichteter Firmen so erfüllend.
Warum nachhaltige Unternehmen die Zukunft gestalten
Ein eigenes nachhaltiges Unternehmen zu gründen bedeutet nicht Verzicht, sondern wirtschaftliche Weitsicht. Immer mehr Konsumenten legen Wert auf ökologische und ethische Standards. Ein nachhaltiges Geschäftsmodell kann dir vom Start weg einen echten Wettbewerbsvorteil verschaffen, da dies zunehmend von Kunden und Geschäftspartnern geschätzt wird.
Werteorientiert handeln: Du setzt deine persönlichen Überzeugungen direkt in geschäftliche Prozesse um.
Vorbildfunktion: Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen zeigst du, dass Wirtschaftskraft und Verantwortung Hand in Hand gehen können.
Von der Vision zum Businessplan
Jede erfolgreiche Gründung beginnt mit einer starken Vision. Doch damit aus einer Idee Realität wird, braucht es Handwerkszeug:
Die Vision schärfen: Wofür brennst du? Welches Problem löst dein Produkt oder deine Dienstleistung für die Gesellschaft?
Den Businessplan erstellen: Nutze professionelle Unterstützung – viele Kommunen bieten kostenlose Gründungsberatungen an, bei denen erfahrene Unternehmer ihr Praxiswissen teilen.
Finanzierung sichern: Neben klassischen Fördermitteln (wie Gründungszuschüssen) bieten sich für ökologische Vorhaben innovative Wege wie Crowdfunding an (z. B. über Plattformen wie Startnext oder EcoCrowd).
Sicherheit einplanen: Ein solider Finanzplan und ein finanzielles Polster (idealerweise für ein halbes Jahr ohne Einnahmen) geben dir die nötige Ruhe in der Startphase.
Die Kraft des Netzwerks: Gemeinsam statt einsam
Erfolgreich gründet man selten allein. Der Austausch mit Gleichgesinnten ist durch nichts zu ersetzen.
Durch gezieltes Netzwerken profitierst du von den Erfahrungen erfahrener Mentoren, vermeidest typische Anfängerfehler und gibst dein Wissen später selbst an andere weiter. Denke aber immer daran: Selbstständig zu sein bedeutet wörtlich „selbst und ständig“ – der Erfolg liegt vor allem in deiner eigenen Tatkraft.
Mein Tipp für den nächsten Schritt
Möchtest du deine Geschäftsidee konkretisieren und suchst nach erprobten Leitfäden für den Aufbau eines verantwortungsvollen Business?
In meinem Buch „Nachhaltig leben – 77 praktische Tipps für deinen Alltag“ (ISBN 978-3-662-70530-8) findest du im Bereich „Wirtschaft mit Verantwortung“ wertvolle Impulse, wie du deine Vision in die Tat umsetzt, ethisch investierst und deine Selbstständigkeit auf ein solides Fundament stellst.
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https://mlgnim9h2lkm.i.optimole.com/w:1080/h:1080/q:mauto/ig:avif/https://www.nachhaltigkeit-management.de/wp-content/uploads/2026/08/66_Gruenden-1.webp10801080Michael Wühlehttps://www.nachhaltigkeit-management.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Logo_LP_PlusB-2.jpgMichael Wühle2026-08-28 20:29:462026-08-28 20:32:11Mit Vision und Verantwortung in die Selbstständigkeit
Beim Wort „Einwecken“ steigen in vielen von uns sofort nostalgische Bilder auf: Der Vorratskeller der Großmutter, in dem sich dicht an dicht Gläser mit Erdbeermarmelade, Johannisbeer-Gelee oder fermentierten Gewürzgurken stapelten. Über den Winter war dieser Vorrat ein echter geschmacklicher Hochgenuss.
Was früher eine reine Notwendigkeit zur Haltbarmachung war, ist heute eine der erfüllendsten Möglichkeiten für gesunde Ernährung und mehr Wertschätzung im Alltag. Wer sein Obst und Gemüse selber macht, gewinnt die volle Kontrolle über die Zutatenliste zurück.
Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten
Warum Selbstgemachtes unschlagbar ist
In verarbeiteten Supermarktprodukten stecken oft Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder künstliche Aromen. Beim eigenen Einmachen bestimmst du den Inhalt ganz allein.
100 % Transparenz: Für fermentierten Rotkohl brauchst du beispielsweise nichts weiter als Rotkohl, Wasser und Salz.
Vitamine satt: Selbst gepresster Saft aus regionalen Beeren ist eine echte Nährstoffbombe ohne versteckte Zusatzstoffe.
Positive Psychologie: Selbst Nahrung herzustellen ist eine tief in uns verankerte Tätigkeit, die von unserem Bewusstsein positiv bewertet wird und echte Glücksgefühl auslöst.
Vier bewährte Methoden zum Haltsamachen
Saisonsales Obst und Gemüse gibt es zur Erntezeit in Hülle und Fülle – und das oft sehr preiswert. Um die Ernte haltbar zu machen, stehen dir verschiedene Wege offen:
1. Einkochen
Der Klassiker für Marmeladen, Gelees und herzhafte Chutneys. Mit etwas Zitronensaft, Gewürzen und Zucker entstehen im Handumdrehen haltbare Vorräte.
2. Fermentieren
Über die Milchsäuregärung entstehen natürliche, probiotische Kulturen, die hervorragend für die Darmflora sind.
Wichtig: Achte auf die richtige Salzkonzentration (ca. 20 g Salz pro Liter Wasser).
Tipp: Das Gemüse muss vollständig unter der Flüssigkeit liegen. Spezielle Glasgewichte verhindern Schimmelbildung.
3. Trocknen & Dörren
Egal ob an der Luft, im Backofen (bei ca. 50 °C Umluft) oder im Dörrautomaten: Dünn geschnittenes Obst und Kräuter lassen sich durch Entzug von Feuchtigkeit wunderbar konservieren.
4. Tiefkühlen
Ideal für Beeren oder knackiges Gemüse. Gemüsesorten sollten vor dem Einfrieren kurz blanchiert und in Eiswasser abgeschreckt werden.
Hygiene-Tipp: Sterilisiere Einmachgläser und Deckel vor dem Befüllen etwa 10 Minuten in kochendem Wasser. Das beugt Schimmel zuverlässig vor.
Das Konservieren von Lebensmitteln muss keine einsame Pflichtaufgabe sein. Verwandle das Einmachen in ein gemeinsames Event: Lade Familie oder Freunde ein, um gemeinsam Beeren zu zupfen, Gemüse zu schnippeln und Rezepte zu testen.
Lass deiner Kreativität freien Lauf! Warum nicht mal eine pikante Mango-Chili-Marmelade oder ein Feigen-Chutney ausprobieren?
Mein Tipp für den nächsten Schritt
Vergiss nicht, deine fertig befüllten Gläser und Dosen sorgfältig mit Inhalt und Datum zu beschriften – Kräuter wie Petersilie und Liebstöckel sind nach dem Einfrieren optisch kaum noch zu unterscheiden!
Möchtest du weitere praktische Inspirationen für einen bewussten Konsum im Alltag entdecken?
In meinem Buch „Nachhaltig leben – 77 praktische Tipps für deinen Alltag“ (ISBN 978-3-662-70530-8) findest du im Themenbereich „Konsum und Ernährung“ viele weitere Schritt-für-Schritt-Anleitungen, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, saisonal einzukaufen und wieder mehr Freude am Selbermachen zu entwickeln.
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Hinter jeder Statistik und jedem Diagramm über Umweltschäden und den von uns Menschen verursachten Klimawandel steckt im Grunde eine traurige Geschichte. Es ist die Geschichte unserer Erde und dessen, was wir ihr im Laufe der Zeit angetan haben. Doch so wichtig Daten und Fakten für das Verständnis auch sind, Zahlen allein reichen selten aus, um uns dauerhaft zu motivieren und unser tägliches Handeln zu verändern.
Geschätzte Lesedauer: 4 Minuten
Um Nachhaltigkeit im Alltag als persönliche Grundhaltung zu verankern, müssen wir sie auf einer emotionalen Ebene begreifen. Und das gelingt am eindrücklichsten durch den direkten Kontakt mit der Natur.
Die Sehnsucht nach der Natur als Kompass
Warum fördert die Natur unser Umweltbewusstsein so effektiv? Weil sie uns erlaubt, die Umwelt mit allen Sinnen zu erleben.
Wenn wir bewusst die frische Waldluft atmen, die Sonne auf der Haut spüren, dem Vogelgesang lauschen, barfuß über eine Tauwiese laufen oder den Sternenhimmel betrachten, geschieht etwas sehr tiefgehendes. Wir knüpfen eine gefühlsmäßige Verbindung mit Natur und Umwelt. Bei aller technischen Prägung unseres modernen Lebens tragen wir alle diesen Kern der Naturverbundenheit in uns. Manchmal schlummert er tief, doch er lässt sich jederzeit wieder wecken.
Der Blick auf die Zeit: Wenn du deine Hand auf die Borke eines alten, mächtigen Baumes legst, spürst du die Jahrzehnte, die er brauchte, um zu wachsen. Und du begreifst sofort, wie fatal es ist, wenn solche Ökosysteme innerhalb weniger Minuten abgeholzt werden, ohne dass eine geplante Wiederaufforstung stattfindet.
Historisches Vorbild: Schon Hans Carl von Carlowitz formulierte im barocken Sachsen das Prinzip der Forstwirtschaft, abgeholzte Flächen wieder zu bepflanzen. Nur so bleiben Böden geschützt, wächst Holz nach und wird CO₂ im natürlichen Kreislauf gebunden.
Das Schlüsselerlebnis: Wenn die Ausmaße spürbar werden
Oft sind es konkrete Erlebnisse auf Reisen oder Wanderungen, die uns schlagartig die Augen öffnen. Ein persönlicher Aha-Moment bildete bei mir eine Sommertour im mittleren Norden Schwedens:
Beim Abstieg von einem Berggipfel kreuzten wir Skipisten. Doch anstelle unberührter Natur bot sich ein Bild aus geschundenem, von Pistenraupen aufgerissenem Boden. Der wahre Augenöffner waren jedoch die zahllosen Schneekanonen, die selbst weit im Norden Europas dicht an dicht die Hänge hinunter aufgereiht standen. Ein Ort, an dem Schnee von September bis April früher selbstverständlich war, musste nun künstlich beschneit werden. In diesem Moment wurde mir das globale Ausmaß der Erderwärmung greifbarer als durch jede noch so detaillierte Studie.
Kleine Taten – große Wirkung: Lass dich nicht entmutigen!
Gigantische Zahlen zur Erderwärmung können erdrückend wirken. Doch die beste Medizin gegen Ohnmacht ist das eigene Handeln im persönlichen Umfeld.
Warum dein Beitrag zählt
Die Summe macht den Unterschied: Veränderungen entstehen am Ende aus Millionen von individuellen kleinen Entscheidungen im Alltag.
Motivation durch Verbindung: Wer die Schönheit und Verletzlichkeit der Natur spürt, achtet sie nicht aus Zwang, sondern aus eigener Überzeugung.
Vorbildfunktion: Ein bewusst gelebtes Umweltbewusstsein inspiriert dein Umfeld – Familie, Freunde und Kollegen.
Lass uns also die eigene Verbindung zur Natur wiederentdecken und stärken. Denn nur was wir schätzen und lieben, sind wir auch bereit mit voller Kraft zu schützen.
Mein Tipp für den nächsten Schritt
Möchtest du tiefer in praktische Stellschrauben für deinen Alltag eintauchen und erfahren, wie du mit klaren, pragmatischen Schritten deinen Ressourcenverbrauch reduzieren kannst?
In meinem Buch „Nachhaltig leben – 77 praktische Tipps für deinen Alltag“ (ISBN 978-3-662-70530-8) gebe ich dir konkrete Leitfäden an die Hand. Du findest darin einfache Achtsamkeitsübungen für den Alltag, Orientierungshilfen für umweltbewussteres Reisen sowie leicht umsetzbare Impulse zur Müll- und Energieeinsparung.
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https://mlgnim9h2lkm.i.optimole.com/w:1080/h:1080/q:mauto/ig:avif/https://www.nachhaltigkeit-management.de/wp-content/uploads/2026/08/E8_Umwelt.webp10801080Michael Wühlehttps://www.nachhaltigkeit-management.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Logo_LP_PlusB-2.jpgMichael Wühle2026-08-16 12:05:242026-08-16 12:05:34Umwelt und Klimawandel – warum das Bauchgefühl der Schlüssel zu ökologischem Handeln ist
Jede Frage, die wir uns stellen, erzeugt unvermeidbar eine Antwort in unserem Verstand. Unser Geist kann uns in diesem internen Dialog nicht anlügen – er beginnt sofort zu arbeiten und liefert Erkenntnisse, die uns echte Wege zur Veränderung aufzeigen.
Geschätzte Lesedauer: 4 Minuten
Vor einigen Jahren habe ich mir selbst die Frage gestellt, wie ich mein eigenes Verhalten anpassen kann, um widerstandsfähiger zu werden und mich vor Verletzungen oder Manipulationen zu schützen – ohne dabei mein Grundvertrauen in Menschen aufzugeben. Die Antworten, die mein Verstand mir gab, waren nicht immer bequem, aber sie haben mein Denken erweitert und mir geholfen, mein Leben stabiler und wertgetreuer zu gestalten.
Das Ein-Personen-Brainstorming: So hältst du Geistesblitze fest
Wenn du dir gezielt Fragen stellst, bringt dein Verstand automatisch Lösungsansätze hervor. Doch diese ersten Eingebungen sind oft so flüchtig wie ein Traum. Um die Macht der Fragen voll auszuschöpfen, helfen folgende Praxisschritte:
1. Fragen laut lesen und spüren
Nimm deine Fragenliste zur Hand. Lies sie leise oder laut vor. Wer kinästhetisch veranlagt ist, spürt das Papier in den Händen, um die Übung noch intensiver zu verankern.
2. Antworten sofort aufschreiben
Notiere jede Antwort augenblicklich unter der jeweiligen Frage. Wenn beim ersten Durchlauf nicht jede Antwort sofort Sinn ergibt, ist das völlig normal. Der Prozess ist dynamisch: Antworten führen zu neuen Fragen, und jede neue Frage bringt dich der Lösung einen Schritt näher.
3. Den Halbschlaf-Effekt am Morgen nutzen
Tipp: Gehe deine zentralen Fragen morgens direkt vor dem Aufstehen im Geiste durch. In diesem entspannten Zustand zwischen Schlafen und Wachsein produziert das Gehirn besonders zuverlässig Geistesblitze. Lege dir Stift und Zettel neben das Bett, um diese flüchtigen Erkenntnisse sofort festzuhalten.
Nachhaltige Umprogrammierung durch NLP
Wer diese Methode regelmäßig anwendet, nutzt Prinzipien des NLP (Neurolinguistisches Programmieren). Du gestaltest die mentalen Straßen deines erlernten Verhaltens neu und programmierst dein Unterbewusstsein nachhaltig um.
Nach einiger Zeit tauchen Lösungen und Antworten ganz automatisch in deinem Geist auf – selbst dann, wenn du gerade gar nicht bewusst an das Problem denkst. Das hat nichts mit Magie oder Glauben zu tun. Es ist ein verlässliches, mentales Werkzeug, das schlichtweg funktioniert.
Praktische Übungen für deinen Alltag
Das Fragen- & Antwort-Tagebuch: Notiere täglich ein bis zwei Fragen zu deinem aktuellen Verhalten und schreibe deine ehrlichen Antworten dazu auf. Es hilft dir, alte Muster zu verstehen und durch nachhaltige Gewohnheiten zu ersetzen.
Die Gedankenlandkarte (Mindmap): Schreibe deine zentrale Problemfrage in die Mitte eines Blattes Papier. Zeichne abzweigende Äste für Folgefragen und notiere die dazugehörigen Antworten. Verbinde zusammenhängende Äste mit einer neuen Farbe. Oft wird dadurch eine Antwort sichtbar, die schon lange in deinem Unterbewusstsein geschlummert hat.
Fragetechniken im Team einsetzen: Die Methode funktioniert nicht nur für dich persönlich, sondern auch in Meetings mit Bedenkenträgern. Stelle zielgerichtete, lösungsorientierte Fragen wie:
„Welche Alternativen gibt es zu diesem Vorschlag?“
„Was würdet ihr an diesem Ansatz konkret verändern?“
„Wie können wir unser Ziel gemeinsam erreichen?“
Fazit: Neue Sichtweisen gewinnen
Jede Antwort ist der Ausgangspunkt für eine neue Idee. Indem wir die Macht der Fragen gezielt nutzen, erweitern wir unser Denken, lösen Blockaden und finden nachhaltige Wege für unsere persönliche Entwicklung.
Mein Tipp für den nächsten Schritt
Du möchtest tiefer in mentale Selbstführungstechniken einsteigen und weitere praxiserprobte Coaching-Methoden für deinen Alltag entdecken?
In meinem Buch „Nachhaltig leben – 77 praktische Tipps für deinen Alltag“ (ISBN 978-3-662-70530-8) widme ich dem Themenbereich „Nachhaltigkeit für mich“ ein eigenes Kapitel. Du findest dort strukturierte Vorlagen für dein Fragen-Tagebuch, Anleitungen zur Selbstreflexion und mentale Übungen, um persönliche Werte und tägliches Handeln dauerhaft in Einklang zu bringen.
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Aus Müll werden Rohstoffe – Trennung ist der Schlüssel
Die globalen Müllberge wachsen unaufhörlich, und mit ihnen die Verschwendung wertvoller Ressourcen. Dabei könnten wir viele Dinge, die wir täglich nutzen, als Wertstoffe zurück in den Kreislauf führen, wenn wir es richtig angehen. Anstatt Rohstoffe unwiederbringlich in der Mülltonne zu versenken, ermöglicht eine sorgsame Trennung und Wiederverwertung den Neustart des Kreislaufs.
Geschätzte Lesedauer: 4 Minuten
Hast du schon mal darüber nachgedacht, was aus deinem alten Smartphone wird, wenn du es durch ein neues ersetzt?Viele unserer Alltagsgegenstände enthalten wertvolle Materialien. Wenn wir diese fachgerecht entsorgen, schonen wir die Umwelt und leisten einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft als Teil der Nachhaltigkeit. Der erste Schritt zum erfolgreichen Recycling ist die richtige Trennung im eigenen Haushalt. Papier, Glas, Plastik, Metall, Biomüll und Restmüll gehören in unterschiedliche Behälter. Aber auch Batterien, Elektrogeräte und Problemstoffe müssen fachgerecht entsorgt werden.
Der Trennungs-Guide: Wohin mit welchem Abfall?
Um effektiv Müll im Alltag zu vermeiden und Wertstoffe zu sichern, hier eine Übersicht der gängigen Fraktionen und ihrer Entsorgungswege:
Die Klassiker im Haushalt
Biomüll: Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz und Eierschalen gehören in die Biotonne. Der daraus gewonnene Kompost ist ein wertvoller Dünger.
Papier: Zeitungen, Zeitschriften, Kartons und Pappe sollten gesammelt und dem Altpapierkreislauf zugeführt werden. Achtung: Plastikbestandteile vorher entfernen!
Glas: Glasflaschen und -gläser, die du in die Altglascontainer am Wertstoffhof oder in deiner Nähe wirfst, werden eingeschmolzen und zu neuen Glasprodukten verarbeitet.
Metall: Dosen, Alufolie und andere Metallverpackungen können unendlich oft wiederaufbereitet werden,vorausgesetzt du wirfst sie in den richtigen Container (z.B. Gelber Sack/Gelbe Tonne/Metallcontainer am Bauhof).
Plastik: Viele Plastikverpackungen können recycelt werden. Achte auf entsprechende Recyclingkennzeichnungen.
Spezielle Wert- und Problemstoffe
Elektro-/Elektronik-Schrott: Alte Geräte wie Radiowecker oder Smartphones gehören in den Elektroschrott-Container deines Wertstoff- oder Recyclinghofs. Von dort werden sie zu Unternehmen gebracht, die Wertstoffe wie Kupfer, Silber und Gold zurückgewinnen.
Textilien: Gehören in spezielle Altkleider-Sammelboxen, die oft auf Bauhöfen oder am Rathaus aufgestellt sind.
Problemstoffe: Farben, Lacke und Batterien gehören nicht in den Hausmüll, sondern zu speziellen Sammelstellen (z.B. Bauhof, Schadstoffmobil). Abgelaufene Medikamente können oft in Apotheken abgegeben werden.
Verantwortungsvoll entsorgen: Augen auf beim Recycling
Doch aufgepasst! Nicht jeder Recyclingweg ist transparent. Es gibt leider immer noch Akteure, die recyclingfähigen Abfall ins Ausland exportieren, wo er unkontrolliert auf Schrotthalden landet oder unter gesundheitsschädlichen Bedingungen (z.B. durch ungefilterte Verbrennung) „recycelt“ wird. Am nachhaltigsten ist es, wenn du wertvolle Stoffe oder Problemstoffe direkt zum nächsten lokalen Wertstoffhof bringst. Dort ist auch teilweise eine fachliche Beratung möglich, um sicherzustellen, dass dein Müll wirklich zur Ressource wird.
Pfand nutzen – und vielleicht sogar Gutes tun
Die Nutzung von Pfandsystemen für Dosen und Flaschen ist ein bereits etablierter und wichtiger Teil der Kreislaufwirtschaft. Achte beim Kauf auf das Pfandlogo auf der Flasche. Über das Jahr ergibt sich so ein nettes Sümmchen. In vielen Supermärkten hast du jedoch auch die Möglichkeit, das Pfand direkt an gemeinnützige Organisationen (z.B. eine regionale Tafel) zu spenden. Viele Rücknahmeautomaten haben einen entsprechenden Spendenknopf oder eine Spendenbox. So bedienst du mit deinem nachhaltigen Verhalten auch gleich die soziale Säule der Nachhaltigkeit.
Wertstoffe richtig zu trennen ist eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme, um Müll zu vermeiden und die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft im Alltag zu leben. Es braucht nur ein wenig Bewusstsein und Organisation, um sicherzustellen, dass unsere Abfälle nicht zur Last, sondern zur Ressource für morgen werden.
Mein Tipp für den nächsten Schritt
Du möchtest deinen Alltag noch effizienter organisieren und suchst nach digitalen Lösungen, um Müll- und Wertstofftermine nie wieder zu verpassen?
In meinem Buch „Nachhaltig leben – 77 praktische Tipps für deinen Alltag“ (ISBN 978-3-662-70530-8) widme ich dem Themenbereich „Kreislaufwirtschaft leben“ viele weitere praktische Ratschläge. Du findest dort detaillierte Anleitungen zur optimalen Biomüllnutzung, Tipps zur Auswahl vertrauenswürdiger Siegel für Nachhaltigkeit und erfährst, wie du die Digitalisierung nutzt, um deinen persönlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit noch einfacher zu gestalten.
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Wie du Dingen eine zweite Chance gibst und Müll vermeidest
Wenn im Haushalt der Toaster streikt, die Jeans ein Loch bekommt oder der Wasserhahn tropft, wandern viele Gebrauchsgegenstände oft voreilig in den Abfall. Wir haben uns im Alltag daran gewöhnt, Dinge rasch zu ersetzen, sobald sie nicht mehr einwandfrei funktionieren. Doch wer den Impuls bremst und entscheidet, Gegenstände erst einmal zu reparieren, leistet einen wichtigen Beitrag für die Umwelt, schont den eigenen Geldbeutel und setzt ein klares Zeichen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.
Geschätzte Lesedauer: 4 Minuten
Dass viele Haushaltsgeräte bereits nach wenigen Jahren den Geist aufgeben, ist oft kein Zufall. Viele Hersteller setzen auf einen geplanten Verschleiß (geplante Obsoleszenz), um den Konsum künstlich hochzuhalten. Doch der Gegenwind wächst und Initiativen wie das EU-weite „Recht auf Reparatur“ sollen künftig sicherstellen, dass Geräte wieder leichter zerlegt und mit Ersatzteilen versorgt werden können. Wir als Verbraucher müssen aber nicht auf die Politik warten – wir können selbst aktiv werden und Müll vermeiden.
Selbermachen im Alltag – von Textilien bis zur Technik
Dank des enormen Wissensschatzes im Internet – sei es durch Plattformen wie iFixit oder anschauliche Videotutorials – muss man längst kein gelernter Handwerker sein, um einfache Reparaturen eigenhändig durchzuführen. Es braucht meist nur etwas Geduld, Achtsamkeit und das richtige Werkzeug.
Praktische Bereiche für den Einstieg:
Kleidung wertschätzen: Ein Loch in der Jeans, ein klemmender Reißverschluss oder ein abgerissener Knopf sind längst kein Grund zum Entsorgen. Das Annähen von Knöpfen oder Aufsetzen von Flicken lässt sich schnell erlernen. Wenn wir Kleidung pflegen und ausbessern, würdigen wir auch die Ressourcen, die in ihrer Herstellung stecken.
Kleine Haushaltsdefekte: Ein tropfender Wasserhahn, eine nachlaufende Toilettenspülung oder ein verstopfter Siphon lassen sich mit einfachen Handgriffen und Anleitungen selbst wieder in Ordnung bringen.
Fahrradwartung: Ob ein klemmeder Gepäckträger, eine locker sitzende Kette oder ein platter Reifen – die Pflege des eigenen Drahtesels sichert deine umweltfreundliche Mobilität auf der Kurzstrecke und macht obendrein Spaß.
Verklebte Akkus austauschen: In vielen kleineren Geräten wie Rasierern oder Taschenlampen sind oft billige Akkus verbaut (meist verklebt), die nach einigen Jahren den Geist aufgeben. Sie lassen sich meist leicht gegen hochwertige Zellen austauschen, sodass das Gerät wieder jahrelang einsatzbereit ist.
Möbel auffrischen: Kratzer in Holzoberflächen lassen sich mit Polituren ausbessern, lose Stuhlbeine neu verleimen und abgesessene Polster frisch beziehen.
Sicher handeln: Wann Hilfe von Profis sinnvoll ist
So groß die Freude über eine gelungene Reparatur auch ist – deine eigene Sicherheit geht immer vor:
Vorsicht bei Elektronik: Schraube niemals an elektrischen Geräten herum, wenn du nicht genau weißt, was du tust! Auch wenn der Netzstecker gezogen ist, können Kondensatoren im Inneren gefährliche Hochspannungen speichern.
Sicherheitsrelevante Teile abgeben: Defekte Bremsen am Fahrrad, Gasinstallationen oder komplizierte Großgeräte gehören in die Hände von ausgebildetem Fachpersonal.
Gemeinschaft nutzen: Wenn du bei einem Projekt nicht weiterkommst, besuche ein lokales Repair-Café oder frage erfahrene Heimwerker im Freundeskreis. Das Reparieren in der Gruppe macht nicht nur Spaß, sondern vermittelt wertvolles Wissen für das nächste Mal.
Fazit: Reparieren macht stolz und schont den Geldbeutel
Wer lernt, defekte Dinge nicht sofort als Abfall zu betrachten, gewinnt eine völlig neue Perspektive auf seinen Besitz. Es braucht manchmal etwas Geduld und Konzentration, doch das Gefühl, ein liebgewonnenes Gerät oder Kleidungsstück eigenhändig gerettet zu haben, belohnt uns mit echter Zufriedenheit – und hält ganz nebenbei den Geldbeutel voll.
Mein Tipp für den nächsten Schritt
Du möchtest genau wissen, welche Grundausstattung an Werkzeugen in keinem nachhaltigen Haushalt fehlen darf und wie du Qualität schon beim Kauf erkennst?
In meinem Buch „Nachhaltig leben – 77 praktische Tipps für deinen Alltag“ (ISBN 978-3-662-70530-8) widme ich dem Schwerpunkt „Kreislaufwirtschaft leben“ viele weitere praktische Ratschläge. Du findest dort detaillierte Empfehlungen für das richtige Werkzeug, Tipps zum Kauf von professionell wiederaufbereiteten Secondhand-Geräten (Refurbished) und Anleitungen, wie du Konsumfallen im Alltag geschickt umgehst.
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Warum uns Routinen steuern – im Guten wie im Schlechten
Wir alle haben fest eingespielte Abläufe, die unseren Alltag fast wie von selbst bestimmen. Diese Gewohnheiten sind evolutionär extrem praktisch, weil sie unserem Gehirn Energie sparen. Doch sie haben eine Kehrseite, denn sie können uns sowohl unterstützen als auch massiv behindern. Hast du dich schon einmal gefragt, warum es so unglaublich schwer ist, alte Verhaltensmuster abzulegen und neue anzunehmen?
Geschätzte Lesedauer: 5 Minuten
Um dauerhaft ein nachhaltigeres Leben zu führen, müssen wir uns mit dieser unsichtbaren Macht auseinandersetzen und lernen, sie gezielt für unsere Ziele einzusetzen.
Beispiele: das Aufschieben und die Plastikfalle
Ich kenne diese Stolpersteine aus meinem eigenen Alltag nur zu gut. Eine meiner größten, nicht hilfreichen Angewohnheiten war es lange Zeit, unangenehme oder schwierige Aufgaben aufzuschieben und stattdessen Dinge zu tun, die schnellen Spaß versprechen – sei es das Stöbern in Online-Shops nach einem neuen Smartphone, das Pflegen der Website, Erledigungen oder ein Spaziergang im Garten. Länger als eine Stunde am Stück konzentriert an einem Buchmanuskript zu arbeiten, erfordert mentale Kraft. Als mir jedoch klar wurde, dass mich dieses Aufschieben daran hindert, mein Werk wie geplant zu beenden, habe ich gegengesteuert: Seither stelle ich mir jeden Vormittag und Nachmittag einen Timer auf mindestens eine Stunde fokussierte Schreibzeit. Das Ergebnis? In den letzten sechs Wochen habe ich durch diese neue Routine fast genauso viel geschafft wie in den drei Monaten zuvor.
Ein anderes, klassisches Beispiel ist der Griff zu Plastik. Die Gewohnheit, an der Supermarktkasse schnell zur Plastiktüte zu greifen, war über Jahrzehnte tief in mir verankert. Sie zu durchbrechen, erfordert anfangs radikal bewusstes Handeln. Ich musste mir eine neue Routine antrainieren: der bewusste Griff zur Stofftasche vom Haken, noch bevor ich das Haus verlasse. Das klingt banal, verlangt in der Anfangsphase aber bei jedem einzelnen Einkauf eine bewusste Entscheidung, um den automatischen Rückfall in das alte Muster zu verhindern.
4 Schritte, um deine Gewohnheiten neu zu programmieren
Wenn du nicht fördeliche oder nicht nachhaltige Verhaltensweisen in deinem Leben verändern willst, helfen dir die folgenden Strategien dabei, den Autopiloten auszuschalten:
1. Die Bestandsaufnahme mit Achtsamkeit
Analysiere deine täglichen Routinen völlig wertfrei. Welche deiner Gewohnheiten tun dir, deinen Mitmenschen oder der Umwelt gut? Behalte sie und freue dich über ihre Wirkung. Welche Muster schaden dir oder blockieren deinen Fortschritt? Sobald du diese identifiziert hast, überlege dir konkret, durch welchen positiven Ablauf du sie ersetzen kannst. Achtsamkeit im Alltag ist hierbei der Schlüssel, um den Moment des Impulses überhaupt erst rechtzeitig zu bemerken.
2. Den inneren Schweinehund als Gegner akzeptieren
Betrachte deinen inneren Schweinehund als das, was er ist, nämlich ein persönlicher Kontrahent auf dem Platz, kein wohlwollender Freund. Seine einzige Aufgabe ist es, dich in der bequemen Komfortzone festzuhalten und dich von den Dingen abzulenken, die dir langfristig wirklich wichtig sind. Wenn du ihn erkennst, kannst du seine Einflüsterungen bewusst ignorieren und die dazugehörigen Gedanken entschärfen.
3. Kleine Schritte, große Wirkung
Versuche nicht, dein gesamtes Leben von heute auf morgen auf den Kopf zu stellen. Setze dir stattdessen kleine, realistisch erreichbare Etappenziele. Ein tägliches Zeitfenster von nur einer Stunde oder der Griff zur Stofftasche sind isoliert betrachtet kleine Schritte – in der Summe führen sie dich jedoch sicher an dein großes Ziel.
4. Gelassenheit bei Rückschlägen
Die Macht jahrrelanger Muster ist gewaltig. Wenn du doch einmal in ein altbekanntes, schlechtes Verhaltensmuster zurückfällst, ist das kein Weltuntergang und kein Grund zum Aufgeben. Wichtig ist nur, dass du den Rückfall durch bewusstes Handeln sofort registrierst und verhinderst, dass der Ausrutscher wieder zur Dauerschleife in deinem Alltag wird.
Fazit: Die Geduld zahlt sich aus
Indem du deine Abläufe im Alltag Schritt für Schritt bewusster gestaltest, nimmst du das Steuer selbst in die Hand. Sei geduldig mit dir selbst und begreife diesen Weg der Veränderung als einen spannenden Prozess, der dich Tag für Tag näher zu einem rundum stimmigen, nachhaltigen Lebensstil führt.
Mein Tipp für den nächsten Schritt
Du möchtest tiefere Einblicke in neurobiologische Kniffe erhalten, mit denen man Gewohnheitsschleifen im Gehirn dauerhaft überschreibt, und suchst nach praktischen Achtsamkeitsübungen für einen stressfreien Alltag?
In meinem Buch „Nachhaltig leben – 77 praktische Tipps für deinen Alltag“ (ISBN 978-3-662-70530-8) widme ich dem Schwerpunkt „Dein nachhaltiges Leben“ fundierte psychologische Hilfestellungen. Du findest dort detaillierte Tracker für deine neuen Routinen, mentale Techniken zur Stärkung deiner Fokussierung und erprobte Strategien, um den inneren Schweinehund dauerhaft zu zähmen.
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Der gedankliche Neustart: Vom Staubfänger zum Unikat
Wir alle kennen das: In Schränken, Kellern oder Regalen lagern etliche Gegenstände, die wir kaum oder gar nicht mehr benutzen. Sie dienen eigentlich nur noch als Staubfänger. Doch bevor der Impuls siegt, diese Dinge einfach wegzuwerfen, lohnt sich ein Moment des Innehaltens. Neben dem klassischen Reparieren gibt es eine wunderbare Möglichkeit, die eigene Schöpfungskraft zu aktivieren, das Upcycling.
Geschätzte Lesedauer: 5 Minuten
Upcycling bedeutet im Kern, Abfallstoffe oder nutzlose Gegenstände in neuwertige Produkte umzuwandeln und sie dadurch massiv aufzuwerten. Die einzige Grenze existiert dabei oft nur in unseren eigenen Gedanken. Wir müssen lediglich lernen, den ursprünglich vorgegebenen Verwendungszweck eines Gegenstands auszublenden und ihm im Geist eine völlig neue Funktion zuzuweisen. Wer so nachhaltig leben möchte, schont nicht nur wertvolle Ressourcen und vermeidet Müll, sondern spart bares Geld und schafft einzigartige Unikate mit den eigenen Händen. Durch dein Handeln initiierst du einen völlig neuen, sauberen Lebenszyklus für ein Produkt.
Anregung für den Alltag: Kreative Ideen zum Nachmachen
Um den Einstieg zu erleichtern, braucht es oft nur einen kleinen Impuls. Hier sind praxiserprobte Ideen, wie du alten Dingen ein zweites Leben schenkst:
Im Büro und Wohnbereich
Vasen und Gläser: Eine kleine, nicht mehr benutzte Vase verwandelt sich im Handumdrehen in einen stilvollen Schreibtischköcher für Stifte und Lineale. Marmeladen- und Gurkengläser, bestückt mit etwas Moos oder Sand, werden zu gemütlichen Windlichtern.
Schalen: Eine ungenutzte Porzellan- oder Glasschale eignet sich perfekt als Organizer für Ladekabel, Kopfhörer oder Schmuck.
Flaschen-Lampe: Eine alte Glasflasche lässt sich mit etwas Geschick zur Design-Lampe umfunktionieren. Dafür wird vorsichtig der Flaschenboden abgetrennt, die scharfen Kanten mit Schleifpapier abgeschliffen und das Anschlusskabel mitsamt Fassung über den Flaschenhals eingeführt und fixiert.
In Werkstatt, Balkon und Garten
Kisten und Paletten: Aus alten Obstkisten, Weinkisten oder Europaletten entstehen mit minimalem Aufwand rustikale Regale und Ablagen für den Außenbereich.
Alte Datenträger: CDs und DVDs aus alten Zeiten eignen sich hervorragend als reflektierende, hochwirksame Vogelscheuchen im Gartenbeet, wenn man sie in Abständen an einer Schnur zwischen zwei Stöcken spannt.
Aussaat und Anzucht: Leere Eierkartons sind biologisch abbaubare, ideale Anzuchtgefäße für die nächste Pflanzengeneration. Plastikflaschen ohne Pfand lassen sich unterhalb des Halses abschneiden und mit etwas Anzuchterde in Mini-Gewächshäuser für frische Kräuter verwandeln.
Textilien und Schuhe neu denken
Kleidung: Alte T-Shirts und Baumwollhemden lassen sich zu Einkaufsbeuteln, Brotbeuteln oder Kissenbezügen umnähen. In Streifen geschnitten dienen sie als hervorragende Putzlappen für Werkstatt und Garten.
Schuhwerk: Wenn Sportschuhe für das Lauftraining „ausgelaufen“ sind, verlängern neue Einlegesohlen ihre Nutzungsdauer. Sie dienen so problemlos noch ein oder zwei Sommer als robuste Arbeitsschuhe.
Tipps für deinen erfolgreichen Upcycling-Start
Aller Anfang ist schwer? Nicht beim kreativen Zweckentfremden. Mit diesen Schritten gelingt der Einstieg in die Kreislaufwirtschaft ganz entspannt:
Ideen sammeln: Stöbere auf Online-Plattformen, in sozialen Netzwerken oder Magazinen, um dich von den Projekten anderer inspirieren zu lassen.
Ein Material-Lager anlegen: Achte im Alltag bewusster auf Dinge, die weggeworfen werden sollen. Richte dir eine kleine Box für potenzielle Upcycling-Materialien ein.
Das Umfeld einbinden: Frage in der Familie oder bei Nachbarn nach alten Gegenständen, die dort ungenutzt herumstehen. Das ist die perfekte Gelegenheit, auch andere für das Thema Ausmisten und Ressourcenschonung zu begeistern.
Sicherheit und Werkzeug beachten: Experimentiere unbekümmert und hab keine Angst vor Fehlern. Achte jedoch bei handwerklichen Schritten (wie dem Schneiden von Glas) immer auf das richtige Werkzeug und den passenden Schutz.
Am Ende zählt vor allem eines: Hab Spaß! Die Tätigkeit selbst und das Ergebnis müssen ausschließlich für dich Sinn ergeben. Es schenkt eine tiefe, nachhaltige Zufriedenheit, einem vermeintlichen Abfallprodukt eigenhändig einen neuen, wertvollen Nutzen gegeben zu haben.
Mein Tipp für den nächsten Schritt
Du möchtest systematisch lernen, wie du deine gesamte Wohnung von Ballast befreist und strukturierte Material-Kreisläufe in deinem Haushalt etablierst?
In meinem Buch „Nachhaltig leben – 77 praktische Tipps für deinen Alltag“ (ISBN 978-3-662-70530-8) widme ich dem Themenbereich „Kreislaufwirtschaft leben“ eine Reihe von praktischen Anleitungen. Du findest dort detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen für größere DIY-Projekte, Checklisten für den perfekten „Wohnungsrundgang“ und Tipps zur optimalen Werkzeugauswahl, damit deine Upcycling-Projekte sicher und professionell gelingen.
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