Einmachen und Einwecken wie bei Oma
Das Comeback einer Kindheitserinnerung
Beim Wort „Einwecken“ steigen in vielen von uns sofort nostalgische Bilder auf: Der Vorratskeller der Großmutter, in dem sich dicht an dicht Gläser mit Erdbeermarmelade, Johannisbeer-Gelee oder fermentierten Gewürzgurken stapelten. Über den Winter war dieser Vorrat ein echter geschmacklicher Hochgenuss.
Was früher eine reine Notwendigkeit zur Haltbarmachung war, ist heute eine der erfüllendsten Möglichkeiten für gesunde Ernährung und mehr Wertschätzung im Alltag. Wer sein Obst und Gemüse selber macht, gewinnt die volle Kontrolle über die Zutatenliste zurück.
Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten
Warum Selbstgemachtes unschlagbar ist
In verarbeiteten Supermarktprodukten stecken oft Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder künstliche Aromen. Beim eigenen Einmachen bestimmst du den Inhalt ganz allein.
- 100 % Transparenz: Für fermentierten Rotkohl brauchst du beispielsweise nichts weiter als Rotkohl, Wasser und Salz.
- Vitamine satt: Selbst gepresster Saft aus regionalen Beeren ist eine echte Nährstoffbombe ohne versteckte Zusatzstoffe.
- Positive Psychologie: Selbst Nahrung herzustellen ist eine tief in uns verankerte Tätigkeit, die von unserem Bewusstsein positiv bewertet wird und echte Glücksgefühl auslöst.
Vier bewährte Methoden zum Haltsamachen
Saisonsales Obst und Gemüse gibt es zur Erntezeit in Hülle und Fülle – und das oft sehr preiswert. Um die Ernte haltbar zu machen, stehen dir verschiedene Wege offen:
1. Einkochen
Der Klassiker für Marmeladen, Gelees und herzhafte Chutneys. Mit etwas Zitronensaft, Gewürzen und Zucker entstehen im Handumdrehen haltbare Vorräte.
2. Fermentieren
Über die Milchsäuregärung entstehen natürliche, probiotische Kulturen, die hervorragend für die Darmflora sind.
- Wichtig: Achte auf die richtige Salzkonzentration (ca. 20 g Salz pro Liter Wasser).
- Tipp: Das Gemüse muss vollständig unter der Flüssigkeit liegen. Spezielle Glasgewichte verhindern Schimmelbildung.
3. Trocknen & Dörren
Egal ob an der Luft, im Backofen (bei ca. 50 °C Umluft) oder im Dörrautomaten: Dünn geschnittenes Obst und Kräuter lassen sich durch Entzug von Feuchtigkeit wunderbar konservieren.
4. Tiefkühlen
Ideal für Beeren oder knackiges Gemüse. Gemüsesorten sollten vor dem Einfrieren kurz blanchiert und in Eiswasser abgeschreckt werden.
Hygiene-Tipp: Sterilisiere Einmachgläser und Deckel vor dem Befüllen etwa 10 Minuten in kochendem Wasser. Das beugt Schimmel zuverlässig vor.
Spaß, Genuss und Kreativität in der Küche
Das Konservieren von Lebensmitteln muss keine einsame Pflichtaufgabe sein. Verwandle das Einmachen in ein gemeinsames Event: Lade Familie oder Freunde ein, um gemeinsam Beeren zu zupfen, Gemüse zu schnippeln und Rezepte zu testen.
Lass deiner Kreativität freien Lauf! Warum nicht mal eine pikante Mango-Chili-Marmelade oder ein Feigen-Chutney ausprobieren?
Mein Tipp für den nächsten Schritt
Vergiss nicht, deine fertig befüllten Gläser und Dosen sorgfältig mit Inhalt und Datum zu beschriften – Kräuter wie Petersilie und Liebstöckel sind nach dem Einfrieren optisch kaum noch zu unterscheiden!
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Nachhaltig leben im Alltag
Wenn du mehr zum Thema wissen willst, schau dich doch auf meiner Website um, oder lies einen der nachfolgend aufgeführten Beiträge.










