Das Bild zeigt eine Person die ein Mobiltelefon in der Hand hält und gerade ein Kosmetikprodukt auf Mikroplastik überprüft hat. Im Vordergrund sind weitere Plastikprodukte und auch ein klassischer Einkaufskorb zu sehen. Es symbolisiert die Notwendigkeit Plastik im Alltag nach Möglichkeit zu vermeiden.

Die unsichtbare Gefahr: Mikroplastik erkennen und Plastik im Alltag fasten

Plastik ist überall – auch in uns

Plastik verschwindet nie ganz. Es zerfällt lediglich in immer kleinere Teile, das sogenannte Mikroplastik. Diese winzigen Partikel gelangen über die Nahrungskette in unseren Körper und können dort Entzündungen im Magen-Darm-Trakt auslösen oder sogar unser Immunsystem und Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen. Besonders tückisch ist, dass diese Partikel in vielen Kosmetikprodukten wie Peelings oder Zahnpasta enthalten sind. Sie landen dann über das Abwasser direkt in unseren Gewässern und Ozeanen und schließlich wieder auf unserem Teller.

Geschätzte Lesedauer: 3 Minuten

Wie entlarve ich verstecktes Plastik?

Auf den Produkthinweisen versteckt sich Plastik oft hinter komplizierten und sehr klein geschriebenen Namen wie Polyethylen (PE) oder Polyamid (PA). Doch du musst kein Chemiker sein, um den Durchblick zu behalten:

  1. Produktcheck-Apps nutzen: Tools wie CodeCheck oder ToxFox sind deine besten Verbündeten. Scanne einfach den Barcode im Supermarkt, und die App verrät dir sofort, ob Mikroplastik oder Nanopartikel enthalten sind.
  2. Auf Gütesiegel vertrauen: Zertifizierte Naturkosmetik (z.B. mit dem NaTrue- oder BDIH-Siegel) garantiert dir, dass kein Mikroplastik enthalten sein darf. Marken wie Weleda, Lavera oder Alverde bieten hier sichere Alternativen.
  3. Inhaltsstoffe prüfen: Achte auf den Zusatz „(Nano)“ in der Zutatenliste – dieser muss laut Gesetz deklariert werden.

Praktische Alternativen zu Plastik in deinem nachhaltigen Alltag

Plastik zu reduzieren ist oft einfacher, als man denkt. Es geht darum, neue Gewohnheiten zu etablieren:

  • Einkaufen mit System: Nutze Stoffbeutel, Körbe oder Rucksäcke. Obst- und Gemüsenetze ersetzen die dünnen Plastiktüten, sparen neuen Müll und schonen deinen Geldbeutel an der Kasse.
  • Glas statt Plastik: Bevorzuge Milchprodukte und Säfte in Pfandgläsern. Glas ist unendlich oft recycelbar und gibt keine Stoffe an das Lebensmittel ab.
  • Mehrweg für unterwegs: Eine eigene Trinkflasche und ein Kaffeebecher gehören in jedes Gepäck. So vermeidest du den klassischen Einweg-Müll.
  • In der Küche: Bienenwachstücher sind die perfekte, natürliche Alternative zur Frischhaltefolie. Sie lassen sich sogar ganz einfach selbst herstellen! Wenn du auf Frischhaltefolie nicht verzichten kannst, dann verwende sie mehrfach. Sie lassen sich leicht abwaschen.
  • Kleidung: Wasche synthetische Textilien in einem speziellen Wäschesack (z.B. Guppyfriend), um zu verhindern, dass winzige Fasern ins Abwasser gespült werden.

Challenge: Plastikfasten

Probier es doch mal aus: Versuche für zwei Wochen, so wenig Plastik wie möglich zu verwenden. Du wirst erstaunt sein, wie kreativ du wirst, wenn du nach Alternativen zu Plastik suchst!


Mein Tipp für den nächsten Schritt

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